Lost Place: Ferienlager mit Atombunker

Die ersten richtigen Sonnenstrahlen des Sommers laden zu einer Erkundungstour in die versteckten Winkel Brandenburgs ein: In der Nähe von Bernau versteckt sich im Wald ein heute verlassenes Ferienlager aus DDR-Zeiten. Hier verbrachten damals Kindergruppen die Wochen der Sommerferien. Heute sind die Gebäude schon weitestgehend zerfallen. Graffiti und leere Schnapsflaschen deuten auf neue Nutzungspraktiken während der Sommermonate hin, die sich aber an ältere Zielgruppen richten.

Unten im Keller will der eine Gang nicht aufhören und die Luft wird immer kühler. Spätestens am großen Metallschott wird klar, dass dieser Keller nicht nur dazu diente Limmo und Luftschlangen für das Sommerfest im Ferienheim zu lagern.  Durch das Schott hindurch gelangt man in die Eingangsschleuse eines Atombunkers aus dem kalten Krieg. Die Atmosphäre wird feucht und beklemmend. Nur der einsame Eisern Union Aufkleber an einem der Rohre hebt etwas die Stimmung. Auch hier unten Einrichtung und Maschinen weitestgehend zerfallen. Ein Blick auf die Karte lässt vermuten, dass hier ein Schutzraum für den Falle eines Atomschlags auf den nahe gelegenen Militär-Flughafen sein sollte. Dass ein Bunker nur wenige Meter unter der Erde im Zeitalter von Wasserstoffbomben überhaupt eine Schutzfunktion gehabt hätte kann bezweifelt werden.

Zurück im Tageslicht und der Wärme des Sommers, lassen wir die Geister der Vergangenheit zurück und suchen uns eine Eisdiele.

 

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